Unterwegs

12 09 2007

durch dunkle Gassen — Digitaluhr der nicht weit entfernten Apotheke zeigt 17°C und 23:42 und 11 Sekunden. Es fallen ein paar merkwürdige Schatten auf. Sie bewegen sich! Versuche die Quellen auszumachen scheitern; alles was zu erkennen ist, sind die plötzlichen Lichtverzerrungen. Ein komisches Gefühl. Es wird verdammt grell! Die Schatten scheinen sich zu verdichten, Materie zu binden um…

Aus dem Nichts entstehen dunkelblau vermummte Personen. Sie vollführen akrobatisch Meisterstücke ohne einen Hauch von Anstrengung. Kalt geschmiedeter Stahl blitzt im strahlenden Licht. Jede Bewegung scheint so schnell, als bräuchte die Masse so seine Zeit um hinterherzukommen. Dieses komische Gefühl… auch meine Bewegungen scheinen keinerlei Energie zu benötigen. Blicke über die Straße offenbaren Staubpartikel und Blätter die im Licht glühen und vergessen haben was Gravitation bedeutet.

Die Schattenkrieger formieren sich um mich, kreisen mich ein. Nehmen mir jede Fluchtmöglichkeit. Über der Schulter des Stärksten von ihnen Leuchte das Apothekendisplay: -274°C. Wir müssten alle tot sein. Stattdessen trachten diese Leute danach, den Tot allein auf mich zu konzentrieren. Der Kreis wird enger und ich erkenne ihre schwarz brennenden Augen. Jetzt ist es soweit! Eine Handbewegung des Einen und Fünf von ihnen greifen blitzschnell an. Macht regt sich in mir. Meine Augen fangen an blau zu leuchten, eine intuitive Handbewegung und ein Schockwelle wirft sie alle in die Richtung zurück, aus der sie kamen. Damit hatte niemand gerechnet. Am wenigstens ich. Nun beziehe auch ich eine kampfbereite Position. Aus dem inneren meines Gehirns drängen sich Worte nach außen. Sie wollen gesprochen werden. Und das werden sie auch. Aus dem gleichen Schatten, aus dem auch die Auftragskiller entstanden, formen sich nun Klingen an meinen Händen. Damit ersteche ich, eher aus Zufall, eines der heranstürmenden Wesen. Es war der Anführer.

Nach einer Umdrehung sehe ich noch die restlichen Krieger sich auflösen, sich zurückziehen. Das Allgemeine Lichverhältnis normalisiert sich und plötzlich spüre ich einen reißenden Schmerz; erinnere mich daran dem scheinbar besiegten Anführer den Rücken zugedreht zu haben und Blicke an meinen Körper herab. Ein Schwert, einem Katana ähnlich hat meinen Brustkorb durchbohrt. Mit meinen letzten Kräften versuche ich mich ein letztes Mal umzudrehen. Vor Qual kniend blicke ich zum Anführer empor, über ihm die Uhr der Apotheke — 23:42 Uhr. Und 12 Sekunden.

Mit viel Anstrengung sind nun die Gesichtzüge des Mörders zu erkennen. Ein Bart. Recht harmlos, schon sanftmütig wirkt alles. Er tippt mir mehrmals auf die Schulter.

Nachdem ich meine Augen geschlossen und wieder geöffnet hab, hat sich seine Anzug in eine Uniform verwandelt. Die Brusttasche wird durch die beiden Buchstaben DB mehr oder weniger geziehrt. Schlaftrunken konzriere ich mich auf seine Worte:

“Die Fahrkarte — BITTE”

*g* Tagträumen is schon toll! Vor Allem nach so nen harten Arbeitstag, wie heute Woche, wie diese. Kreativer Ausgleich und so.

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One response

12 09 2007
kaffehtrinken

sei froh, dass du im Sitzen tagräumst… kommt ziemlich blöd wenn man im stehen rumträumt und irgentwann einfach umfällt 🙂




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